
Europol ist die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union. Unser Ziel ist es, Europa sicherer zu machen – ein Ziel, von dem alle EU Bürger profitieren.
Die Behörde mit Sitz in Den Haag in den Niederlanden unterstützt die 27 EU Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung schwerer Formen der internationalen Kriminalität und des Terrorismus. Dabei arbeiten wir auch mit zahlreichen Partnerländern außerhalb der EU und mit internationalen Organisationen zusammen.
Umfangreiche kriminelle und terroristische Netzwerke stellen eine erhebliche Bedrohung für die innere Sicherheit der EU und für die Sicherheit und die Existenzgrundlagen ihrer Bevölkerung dar. Die größte Bedrohung der Sicherheit geht dabei von folgenden Straftaten aus:
Doch auch neue Bedrohungen wie Computerkriminalität und Menschenhandel nehmen zu. Die Netzwerke, die hinter der Kriminalität in den genannten Bereichen stehen, nutzen neue Entwicklungen rasch zu ihren Gunsten und sind gegenüber herkömmlichen Strafverfolgungsmaßnahmen äußerst widerstandsfähig.
Aufgrund seiner Stellung im Zentrum der europäischen Sicherheitsarchitektur ist Europol in der Lage, spezifische Dienstleistungen zu erbringen und nimmt folgende Funktionen wahr:
Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt auf der Analyse. Unsere rund 100 Auswertungsspezialisten zählen zu den bestausgebildeten Fachkräften in Europa. Für die Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden in den Mitgliedstaaten bei ihrer täglichen Ermittlungsarbeit werden modernste Hilfsmittel eingesetzt.
Um den Partnern weitergehende Informationen über die Straftaten zu vermitteln, mit denen sie befasst sind, legt Europol regelmäßig Bewertungen mit umfassenden, vorausschauenden Analysen zu Kriminalität und Terrorismus in der EU vor, u. a.:

Internationale kriminelle und terroristische Gruppierungen operieren weltweit und nutzen dabei modernste Technologien. Um eine wirksame und koordinierte Reaktion sicherzustellen, muss Europol genauso flexibel und innovativ sein und dafür sorgen, dass seine Methoden stets auf dem neuesten Stand sind. Daher verfügt Europol über eine ganze Reihe spezialisierter Einrichtungen und Systeme.
Die Einrichtungen:
Zu den spezialisierten Systemen, die die Möglichkeit bieten, Informationen schnell und sicher zu speichern, aufzufinden und zu verknüpfen, und die damit ein hochentwickeltes Instrumentarium zur Kriminalitätsbekämpfung bieten, zählen u. a.:
Europol ist als operatives Zentrum, das höchsten Sicherheitsanforderungen genügt, rund um die Uhr erreichbar.
Die Beamten von Europol sind stets kurzfristig für Außeneinsätze abrufbar und leisten auch mobile Unterstützung. Die Mitarbeit von Europol ist auch bei der Bekämpfung des Drogenhandels gefragt; ein spezielles Einsatzteam ist in der Lage, vor Ort bei der Aushebung von illegalen Labors zur Herstellung synthetischer Drogen Hilfestellung zu leisten.
Die Erfassung, Analyse und Weitergabe einschlägiger Informationen ist mit dem Austausch großer Mengen personenbezogener Daten verbunden. Europol hält strengste Datenschutz- und Datensicherheitsnormen ein.
Da Europol in der Lage ist, flexibel zu reagieren, liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit von Jahr zu Jahr je nach den aktuellen Erfordernissen auf unterschiedlichen Bereichen der Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus. Die wesentlichen Prioritäten unserer Tätigkeit orientieren sich hingegen an den Prioritäten der international aktiven kriminellen und terroristischen Gruppierungen und bleiben daher relativ konstant. Über die Jahre hinweg wurde somit bei Europol ein beträchtliches Fachwissen in der Bekämpfung folgender Formen der Kriminalität aufgebaut: Drogenhandel, Schleuserkriminalität und Menschenhandel, Verschiebung von Kraftfahrzeugen, Computerkriminalität, Geldwäsche und Geldfälschung. Europol ist die europäische Zentralstelle zur Bekämpfung der Euro-Fälschung.
Europol profitiert von ausgezeichneten Kooperationsvereinbarungen mit den Strafverfolgungsbehörden in Europa und anderen Teilen der Welt. Auch die Rechenschaftspflichten von Europol, die zu den strengsten und transparentesten weltweit zählen, erfahren große Wertschätzung.
Wir begrüßen das Interesse der Öffentlichkeit an unserer Tätigkeit, und wir sind der Überzeugung, dass wir mit dieser Website den Lesern eine anschauliche Darstellung unserer Tätigkeit vermitteln und deutlich machen können, dass wir verantwortungsbewusst handeln und mit unserem Handeln dazu beitragen, Europa sicherer zu machen.
Europol unterstützt die Strafverfolgungsbehörden in der EU bei der Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus in allen Bereichen, die sein Auftrag umfasst.
Der Schwerpunkt der operativen Tätigkeiten liegt auf folgenden Bereichen:
Der Rat trägt im Wesentlichen die Verantwortung für die Kontrolle und Leitung von Europol. Er ernennt den Direktor und die stellvertretenden Direktoren und genehmigt gemeinsam mit dem Europäischen Parlament den Haushaltsplan der Behörde (der Bestandteil des Gesamthaushaltsplans der EU ist). Zusammen mit dem Europäischen Parlament kann der Rat auch Verordnungen erlassen, in denen die Tätigkeit von Europol geregelt wird. Der Rat legt dem Europäischen Parlament jedes Jahr einen Sonderbericht über die Arbeit von Europol vor.
An der Spitze Europols steht der/die vom Rat der Europäischen Union ernannte Direktor/Direktorin als gesetzlicher Vertreter der Behörde. Die derzeitige Direktorin Europols ist Catherine De Bolle, die dieses Amt im Mai 2018 übernahm.
Sie wird von drei stellvertretenden Direktoren unterstützt:
Europol beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichem Hintergrund aus zahlreichen Nationen.
Am 1. Januar 2010 nahm Europol seine Tätigkeit als EU-Agentur auf. Mit Inkrafttreten seiner neuen Verordnung am 1. Mai 2017 wurde Europol offiziell zur Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strafverfolgung.
Die neue Verordnung wurde am 11. Mai 2016 erlassen, als das Europäische Parlament über aktualisierte Befugnisse abstimmte, um Europol in die Lage zu versetzen, seine Anstrengungen zur Bekämpfung von Terrorismus, Cyberkriminalität und anderen Formen schwerer und organisierter Kriminalität zu verstärken. Die neue Verordnung stärkt die Rolle Europols bei der Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden in der EU.
